Follonica 2007
Das Trainingslager 2007 fand leider nur mit einer spärlichen 2-Wheel-Pirates Delegation (Sandra, Dani und Roger) und einem „Fremden“ statt. Dieser Fremde war niemand geringeres als das Neumitglied Roli Sax alias (Die N*g*rlippe, siehe Bild ;-)). Die Anreise mit den beiden französischen Boliden war bis auf eine Aktion sehr „normal“ verlaufen, denn die Herren Spyder und N*g“rlippe fuhren vor lauter Ferrari gaffen an einer wichtigen Autobahnabzweigung vorbei und der 2WP-Tross musste somit eine Ehrenrunde einlegen. Das Ziel, Follonica in der Toskana, war dann nach gut 6 Fahrstunden erreicht und die endlose Suche nach unserem Domizil begann. Der Autorennfahrer Dani, auch „Vorderräder“ genannt, musste selbstverständlich immer die Nase im Wind draussen haben und somit kamen Roli und meine Wenigkeit nicht mehr hinterher. Da nützte auch die aerodynamische Aussenspiegelposition des 307 nichts mehr, Dani und Sandra waren weg... Janu, dann suchten wir halt auf eigene Faust, ohne Navi, Karte und andere Hilfsmittel. Nach gut einer Stunde Suche fanden wir dann das Ziel und eine nette ältere Dame präsentierte uns die Loge. Ein wichtiges Detail vergass sie uns jedoch zu zeigen, doch dazu später noch mehr. Das erste Training führte uns bereits über den Tirli und endete nach knapp 100 km und mit einem mächtigen Hungergefühl im Bauch. Am Abend stand dann kochen und einkaufen auf dem Programm.
Tag 1: Frieren war angesagt, denn es gab keine Heizung in der schönen Wohnung! Shit, somit mussten wird mit 3 Pullis und einer dicken Jacke bekleidet auf die Holzsuche gehen. Wir sammelten soviel Holz, sodass wir damit sicherlich eine ganze Woche kräftig anfeuern konnten. Gegen Mittag wurde es dann wärmer, ideal um das Mittagessen draussen auf der Terrasse einzunehmen. Am Morgen absolvierten wir Jungs ca. 75 km in den ¾ Hosen und am Nachmittag, nach dem Mittagessen (von Sandra zubereitet), nochmals in kurz/kurz J 75 km. Es war ein super Start in die Trainingslagerwoche und so gönnten wir uns am Abend ein kleines Fässchen Bier und eine kleine Flasche Wein! ;-)
Tag 2: Noch immer war es „schweinekalt“ in der Hütte und wir froren uns beinahe etwas ab... Doch dann nach dem Training der entscheidende Fund. Dani, Inspector Gadget, hatte den Heizungsregler hinter einer Wanddeko gefunden. Juhe, nicht mehr frieren!!! Aber was sollen wir nur mit dem mühsam gesammelten Holz machen? Raustragen wäre doch viel zu schade gewesen, oder?!? Also machten wir einen riesigen, und wenn ich sage riesigen, dann meine ich auch riesigen, Funken! ;-) Es qualmte aus dem Kamin als würde gleich die ganze Hütte abfackeln. Eine Taucherbrille wäre für diesen knallharten Einsatz wohl besser gewesen als die doofe Velobrille. Mit Tränen in den Augen, also zum einen vom Rauch, zum anderen durch den Lachanfall, mussten wir irgendwie den Qualm aus der Hütte bringen. Wir rissen alle Fenster und Türe auf und siehe da, der Rauch verzog sich. Endlich sah man seine Hand vor dem eigenen Gesicht wieder. Doch was war das?!? Die frisch renovierte Wohnung hatte sich leider leicht verfärbt. Muhahahaha!!! Die Wände waren nun nicht mehr strahlend weiss, sondern „schleirig“ grau! Also war putzen angesagt... Roger war natürlich sofort zur Stelle und machte sich an die Arbeit. Au Schreck, das war keine gute Idee, denn das Grau vermischte sich mit dem Weiss zu einem undefinierbaren Geschmier. Doch durch Danis Künste konnte der Schaden ein wenig behoben werden. Auch die geräucherten Vorhänge konnten gerettet werden, denn ich zauberte mit meinem Deospray einen wohlig riechenden, frühlingshaften, Ariel-Color-Duft in die Bude. Was sagt da bloss die Vermieterin dazu?!? J
Tag 3: Nach dem langen Training vom Vortag, zeigte sich das Wetter von der schlechteren Seite und wir fuhren praktisch nur im Regen herum. Einem Hungerast nahe, stark unterkühlt und klatschnass erreichten wir unser Heim. Stelle man sich diese Situation mal ohne Zentralheizung vor. Ich glaub wir wären alle mit einer Lungenentzündung im Spital gelandet.
Tage 4 und 5: Verliefen ohne grössere Spektakel, deshalb gibt es auch nicht wirklich viel zu berichten, ausser dass extrem viel trainiert und viel „flüssiges Brot“ (= Bier) zu sich genommen wurde.
Tag 6 (letzter Trainingstag): Wir machten uns bereits früh auf die Reise. Alle hatten das Topmaterial montiert, um es den Italienern nochmals richtig zu zeigen. Auch ich, alias Spyder, hatte die LW’s montiert. Und schon ging es los. Dani war zu diesem Zeitpunkt des Lagers ein wenig geschwächt, denn die Kälte der Vortage und ein Magenproblem plagten ihn. Hinzu kam dann noch ein Hungerast und somit war die Abschlusstour für Dani gelaufen. Nach einigen unplanmässigen Zwischenpausen bzw. Sch*i**halts J trennten sich unsere Wege und Dani machte sich mit Sandra, die uns mit dem Auto begleitete, auf den Heimweg. Roli und ich mischten noch einige „Tschinggen“ (Sorry ;-)) auf und kamen erst bei Einbruch der Dunkelheit in unserem Feriendomizil an. Somit war der ODO nach dieser Woche um 800 km reicher und alle waren glücklich und zufrieden, dass das Trainingslager endlich vorbei war. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben.... Halt, halt, halt, da hätte ich noch fast den wichtigsten Teil vergessen, der verhängnisvolle letzt Abend! Da das Bier bereits schon alle war, jedoch der Wein noch in grossen Mengen in der kleinen Flasche sein Überleben feierte ;-), musste der „Eugstersaxischechristen“-Alkvernichtungstrupp ans Werk. Es ging nicht lang und alle hatte die Promillegrenze von 0.5 % rasch überschritten. J Die Nacht war noch lange und die Geschichten wurden immer unglaubwürdiger und die Tischdeko immer dreckiger. Muhahaha!!! Nach dem Ausscheiden von Sandra waren nur noch die drei „Lippen“ übrig und kochten sich noch einige Würstchen. Doch diese schmeckten nicht wirklich toll und mussten dann halt für Grimassen und N*g*erlippen herhalten (Daher auch der Spitzname von Roli ;-)). Die Nacht endete dann noch mit einigen spitzbübischen Einlagen wie z.B. die Treppe und Zahnbürsten mit Rasierschaum einstreichen und das Schutzblech durch den Allerwertesten ziehen *iiiiihhhh*!!!
Tag 7, die Heimreise: Punkt 10 Uhr stand die Mama auf der Matte. Wir hatten alle ein wenig schiss, dass sie die neu gepinselte Wohnung nicht so super finden würde. Doch falsch gedacht, denn mit ihrem Windschild im Gesicht, man beachte, dass die Italiener auch bei Regen mit Sonnenbrille herumrennen, hat sie nichts bemerkt und wir machten uns nach Rückgabe der Kaution blitzschnell aus dem Staub. Dazu gibt es eigentlich nicht mehr viel zu berichten, ausser dass Roli noch „än Lappäzwanzg“ dem Kanton Tessin abliefern durfte. J
Das Trainingslager war wiederum ein voller Erfolg und die Piraten freuen sich bereits heute auf eine Wiederholung im nächsten Jahr.
Hier gibts sämtliche Bilder!!
